7. April 2019
Roma, die ewige Stadt mit den vielen Bauwerken. Wann bin ich das letzte Mal in der Sonne bei angenehmen Temperaturen dem Tiber entlang spaziert? Im Januar. Es war, als wäre es Frühling. Das Forum Romanum lag mir zu Füssen. Diese Ruinen einer längst vergangen Zeit und doch so nah. Ein sanfter Wind spielte mit meinem Haar und streichelte mir über das Gesicht.
Ich schliesse die Augen. Spüre die wärmenden Sonnenstrahlen und lächle. Geniess den Augenblick. Wie schön, Zeit zu haben. Sich den Luxus zu gönnen, nichts zu tun. Einfach nur da zu stehen, zu schauen und zu bewundern. Sich nicht überlegen zu müssen, was will mir das Forum Romanum erzählen, sondern es einfach nur betrachten. Ohne irgendwelche Schlüsse ziehen zu müssen. Sonne tanken. Die Touristen anschauen. Ihre Sprachfetzen machen mich hellhörig. Welche Sprache sprechen sie? Was sagen sie?
Mein Auge schweift wieder über das Forum Romanum. Diese Ruhe, diese Beschaulichkeit. Hundert Gedanken schwingen mir durch den Kopf. Szenen aus einem längst vergessenen Theaterstück flackern vor meinem inneren Auge auf. Déjà vus.
Langsam spaziere ich weiter. Lass mir und meinen Gedanken Zeit auf der Suche nach längst vergessenen Augenblicken, die es nicht wert sind, gejagt zu werden und doch ihren Tribut fordern.