12. Mai 2019

Ich war gestern an einer Präsentation in einem Alters- und Pflegeheim zum Thema Demenz und Alzheimer.  Was mich am meisten beeindruckt hat, war die Erkenntnis - eigentlich nichts Neues - dass sowohl die Betroffenen als auch die Angehörigen Inseln (im metaphorischen Sinne) brauchen, um aufzutanken, um wieder zu Kräften zu kommen, um durchatmen zu können. Geht es den Angehörigen gut, dann geht es den Betroffenen auch gut.

Jeder Mensch braucht seine Insel und für jeden Menschen ist sie etwas anderes. Die Wahl der Insel ist - glaube ich - nicht das Problem, sondern sich Zeit für seine Insel zu nehmen, ohne Wenn und Aber und vor allem ohne schlechtes Gewissen. Die Insel in vollen Zügen geniessen, im Hier und Jetzt, um fit für den weiteren Lebensweg zu sein. Nimmt man sich die Zeit für seine Insel nicht, dann kann es passieren, dass man auf eine Zwangsinsel - wie zum Beispeil eine Reha - geschickt wird. Es gibt eine altes Sprichwort: Man ist seines eigenen Glücks Schmied. Wie wahr, wenn nicht ich zu mir schaue, wer dann?